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Archiv der Kategorie Eclipse für PHP-Projekte
Eclipse für PHP unter Opensuse - IV
28.3.2011 von rmo.
In diesem Teil der Eclipse-Reihe befassen wir uns damit, wie wir PHP-Projekte mit SVN-Repositories verbinden.
Eclipse bietet aus meiner Sicht ein ganz brauchbares SVN-Interface, das einen die wesentlichen Informationen zur Historie der Entwicklungsstände abfragen läßt. Ferner kann man Dateien unterschiedlicher Versionsstände in Vergleichseditoren öffnen, wobei die Unterschiede im Datei-Inhalte markiert werden. Hinzu kommen graphische Darstellungen der Historie. Wir gehen nachfolgend auf einige dieser naheliegenden Möglichkeiten der Eclipse SVN Tools kurz ein - vieles muss ich aber der eigenen Entdeckungsfreude des Lesers überlassen.
Voraussetzungen der Übung
- Eclipse ist wie im Teil II und im Teil III beschrieben eingerichtet.
- Die Subversive-Erweiterungen sind wie in Teil III beschrieben installiert. Insbesondere sind die Konnektoren zu SVN und die SVNKits von der über die Polarion-Plugins implementiert worden.
- Es liegt ein PHP-Projekt “myproject” im Verzeichnis
/MY_PFAD/wsp_ecl/myproject
vor. - SVN (Version 1.6) und KDESVN sind im Linux-System installiert
Den Einsatz der linken oder rechten Maustaste deuten wir nachfolgend durch die Abkürzungen
- LMT: Linke Maustaste
- RMT: Rechte Maustaste
an.
Schritt 1: Vorüberlegungen zur Organisation von Projekten in SVN
Einführungen in SVN findet man u.a. hier, wobei der zweite Link sehr umfassende Information bietet:
- http://sewiki.iai.uni-bonn.de/_media/service/knowhow/svn/svn-tutorial.pdf
- http://svnbook.red-bean.com/en/1.0/index.html
- http://www.pks.mpg.de/~mueller/docs/suse10.0/suselinux-manual_de/manual
/sec.net.sync.subversion.html - http://durak.org/sean/pubs/software/version-control-with-subversion-1.6/svn.intro.quickstart.html
- http://www.woerter.at/dud/stuff/subversion.pdf
Wir gehen hier nur kurz auf ein paar wichtige Eigenschaften ein. Ein SVN-Repository entspricht normalerweise einem Containerverzeichnis, zu dem der sog. “Repository Root”-Pfad führt. In einem Repository kann man mehrere Projekte gleichzeitig in verschiedenen “Unter-Verzeichnissen” (weitere projektspezifische Pfadanteile des Repositories) verwalten. Unterhalb eines Projektes im Repository liegen dann ggf. weitere spezielle Verzeichnisse (s.u.) “trunk”, tags”, branches”. In diesen - i.d.R. unter “trunk” - ist dann schließlich die eigentliche Hierarchie der Datei-Verzeichnisse des Projektes in verschiedenen Versionen abgebildet.

Die Inhalte eines Repositories sind letztlich also hierarchisch wie in einem Verzeichnisdienst oder einem Filesystem organisiert. Auf der Ebene des Linux-Filesystems ist diese Sub-Struktur eines Repositories aber nicht direkt einsichtig, da sie über eine (hierarchische) Datenbank verwaltet wird. Man benötigt für die Darstellung der Repository-Struktur einen SVN-Client oder Kommandozeilen-Tools.
Bie jeder Änderung am Repository (z.B. durch Einchecken/Committen einer geänderten Datei) erhöht sich die Revisionsnummer des Repsoitories. Die SVN-Tools von Eclipse zeigen übersichtlich pro Datei/Verzeichnis an, bei welcher Revisionsnummer die letzte Änderung der Datei/des Verzeichnisses erfolgte.
Sowohl auf der Ebene des gesamten Repositories wie auch auf der Ebene der enthaltenen Projekte kann man 3 empfohlene Haupt-Unterverzeichnisse anlegen:
- trunk - in diesem Verzeichnis sind die aktuellen Dateien/Directories des Projektes in den aufeinander folgenden Versionen der Entwicklungsarbeit enthalten
- tags - hier bringt man Abbilder bestimmte Entwicklungsstände (Versionen) unter, die nicht mehr verändert werden sollen
- branches - hier verzweigt man Entwicklungsstränge, die aber eine gemeinsame Wurzel haben sollen.
Diese speziellen Hauptzweige entsprechen in der hierarchischen Struktur des Repositories letztlich auch wieder nur Verzeichnissen, die aufgrund ihres Namens jedoch von SVN unterschiedlich behandelt werden. Solche Haupt-Zweige pro Projekt oder Repository kann man auch noch im Nachhinein anlegen - auch in Eclipse mit dessen eigenen SVN-Tools. Man ist bzgl. der Ausgestaltung der SVN-Struktur also sehr flexibel.
Wie kann man also systematisch beim Aufbau eines Repositories vorgehen?
Meine persönliche Vorgehensweise gerade bei großen Projekten mit einigen Teilprojekten ist die, dass ich zunächst ein umfassendes Repository anlege und dann darin über die SVN-Tools von Eclipse meine einzelnen PHP-Teil-Projekte jeweils in einer sog. “Single Project Structure” unterbringe. Sprich: ich lege die Zweige “trunk, branches, tags” unterhalb eines jeden Projektverzeichnisses an und nicht auf der Ebene des gesamten Repositories selbst.
Einer solchen Politik liegt folgender Ansatz zugrunde:
- Ich lege unterschiedliche SVN Repositories für große, aber relativ unterschiedlich Projekte (z.B. für unterschiedliche Kunden) an.
- Ich bringe Projekte mit gleicher Grundlage (Klassenbibliotheken) und ähnlicher Struktur soweit möglich in ein und demselben SVN Repository unter,
- Falls ich mehrere Projekte im gleichen Repository aufnehme, versehe ich diese Projekte jeweils mit eigenen Hauptzweigen “trunk”, “tags”, “branches”.
Warum will man auf einem stand alone Entwicklungssystem ggf. mehrere Projekte in einem Repository unterbringen und diese mit separaten “trunk”- und “tags”-Verzeichnissen versehen ?
Ein einfaches Beispiel für eine solche Situation ist etwa dann gegeben, wenn man ein und dieselben Klassenbibliotheken in verschiedenen Projekten einsetzen will und diese Bibliotheken aber nur einmal - nämlich über ein zentrales Projekt - pflegen will. Sind sowohl das Projekt für die zentralen Bibliotheken als auch die anhängigen unterschiedlichen Projekte in ein und demselben Repository untergebracht, so ist die Kopplung der Projekte untereinander mit den Tools von Eclipse sehr einfach. Wir kommen darauf weiter unten zurück.
Diese Vorgehensweise der Organisation mehrer Projekte im gleichen Repository führt zu der nachfolgend beschriebenen Anbindung von PHP-Projekten an ein SVN-Repository.
Hinweis zur Kopplung verschiedener Repositories: Wie man bei Bedarf auch verschiedene SVN-Repositories und zugehörige Projekte noch nachträglich miteinander koppelt, erfährt man z.B. hier :
- http://www.netbeans-forum.de/viewtopic.php?f=9&t=4129
- http://blog.emeidi.com/2009/01/02/fremde-svn-repositories-in-projekt-integrieren-svnexternals/
Hinweis zum Begriff der “Repository Location” in Eclipse:
In Eclipse taucht verschiedentlich der Begriff “Repository Location” auf. Gemeint sind damit bezeichnete Verweise auf Repositories oder aber bestimmte Inhalte/Bereiche von Repositories. Es kann also mehrere “Repository Locations” geben, die sich auf ein und dasselbe Repository, aber unterschiedliche Locations innerhalb des Repositories beziehen. Definierte “Repository Locations” werden in Eclipse im View “SVN Repositories” angezeigt und lassen sich dort einsehen und verwalten.
Schritt 2: Prüfen, dass der passende SVN-Konnektor in Eclipse aktiviert ist
Auf meinem System ist SVN in einer Version 1.6.x installiert. Damit Eclipse damit richtig kommunizieren kann, ist es notwendig, dass der richtige Konnektortyp aktiviert ist. Hierzu gehen wir zu
“Windows” >> “Preferences” >> “Team” >> “SVN” >> Reiter “SVN Connector”
Hier wählen wir SVNKit 1.3.5 rxxx (for SVN 1.6.xx, all platforms) aus. Sonst erhalten wir beim Verbinden zu SVN-Repositories, die nicht kompatibel zu älteren SVN-Versionen angelegt sind, erhebliche Probleme. Siehe auch
http://j-developer.blogspot.com/2009/05/local-svn-repository-with-eclipse.html
Schritt 3: Anlegen eines SVN-Repositories
Damit Eclipse ein PHP-Projekt mit einem SVN-Repository verbinden kann, muss letzteres (also das übergeordnete Container-Verzeichnis mit seinen Datenbank-Elementen) bereits vorhanden sein. Es gibt meines Wissens in Eclipse keine Möglichkeit, ein Repository und eine untergeordnete Projektstruktur sozusagen in einem Arbeitsschritt anlegen und füllen zu lassen.
Für das Anlegen eines neuen SVN-Repositories gibt es auf unserem lokalen Entwicklungssystem unter Opensuse (mit KDE) mehrere Möglichkeiten. Ich beschreibe hier alternativ nur zwei Wege: einen über KDESVN und danach einen alternativen über Eclipse selbst.
Schritt 3.1: Erstellen des SVN-Repository-Verzeichnisses mit KDESVN
Man öffne zunächst KDESVN. Dann klicken wir auf den Menüpunkt:
/MY_PFAD/wsp_ecl/myprojectMenü “Datei” >> “Subversion-Admin” > “Erstelle und öffne ein neues Repository”.
Danach wählt man einen Pfad zum neuen Repository-Directory aus. Im hier behandelten Fall einer lokalen Installation auf einem Laptop wähle ich eine geeignete Partition und dort ein (neues) Subverzeichnis “svn_myphp” unter einem Directory “SVN” aus. Also ggf.:
/MY_PFAD/SVN/svn_myphp
Als Typ des Repositories wähle ich FSFS aus. Zu den möglichen Vorteilen s. etwa:
Die Checkbox “Erstelle Hauptverzeichnisse” wähle ich ab, da ich mich im Moment noch nicht mit Verzweigungen oder Branches” des Repositories, die sich in den üblichen Zweigen “Trunk”, “Tags”, Branches” des SVN-Repositories wiederspiegeln würden, rumschlagen will. Den Aufbau der üblichen Hauptzweige für die einzelnen PHP-Projekte überlasse ich später Eclipse.
KDESVN legt nun das Repository an und öffnet es auch. Da es noch leer ist, wird nichts - in unserem Fall natürlich auch nicht die die Hauptverzeichnisse trunk, etc. - angezeigt. Ein Blick auf das Verzeichnis “/MY_PFAD/SVN/svn_myphp” (z.B. mit Dolphin) zeigt aber, das hier bereits die nötigen Datenbank- und Konfigurationsverzeichnisse angelegt wurden.
Schritt 3.2: Alternativ: Erstellen des SVN-Repositories mit Eclipse
Wir öffnen in Eclipse die PHP-Perspektive mit dem PHP-Explorer links. Dann klicken wir auf den Menüpunkt
“Window” >> “Show View” >> “Other” >> “SVN” >> “SVN Repositories”
Im linken Seitenbereich öffnet sich neben den Reitern “PHP-Explorer”, “Type Hierarchy” ein weiterer Reiter “SVN Repositories” mit einer eigenen Symbolleiste.

Hier klicken wir nun auf das vorletzte Symbol von rechts

Im sich öffnenden Dialog geben wir den Pfad zu dem gewünschten Repository (Containerverzeichnis) an. Im konkret abgebildeten Beispiel ist MY_PFAD jetzt durch “/samba” ersetzt.

Die FSFS-Variante des Repositories wird über den Radiio-Button “File System” im Auswahlbereich “Repository Type” ausgewählt. Um das Repository auch schon sehen zu können, markieren wir die Checkbox “Create Repository Location”.
Wir klicken abschließend auf den “OK”-Button. Eclipse legt nun ein Verzeichnis “svn_myphp” unter “/MY_PfAD/SVN” mit den notwendigen SVN-Inhalten an. Im View “SVN Repositories” taucht nun rechts eine neue Repository Connection auf.
Wenn wir in Eclipse die Unterstruktur durch Klick auf das Dreieck vor dem Repository-Namen öffnen, sehen wir, dass es im wesentlichen noch leer ist.

Ein
RMT-Klick auf den Repository-Namen >> Location Properties
gibt einige Informationen zum SVN Repository. Hier kann man nachträglich ein Password hinzufügen, dass dann später bei der Arbeit mit dem Repsoitory unter Eclipse abgefragt wird. Unter dem Reiter “Advanced”
finden sich unter “Enable Structure Detection” Einstellungen zu möglichen Verzweigungen. Wir lassen die Checkbox angehakt, weil Eclipse diese Unterstrukturen später für die ins Repository einzubettenden Projekte erkennen soll.
Schritt 4: Einbinden eines Eclipse-PHP-Projekts in das neu angelegte SVN-Repository
Es gilt nun, das eben angelegte Repository initial mit den Daten (Verzeichnissse, Dateien) unseres ersten PHP-Projektes “myproject” zu füllen. Wir wechseln daher wieder zum PHP-Explorer in der Eclipse PHP Perspective und öffnen das Kontextmenü unseres Projektes “myproject” :
RMT auf das Projekt “myproject” >> Team >> Share Project >> SVN im Auswahldialog wählen >> Create a new repository location >> Weiter
Im nächsten Fenster muss man unter dem Reiter “General” die URL zum eben angelegten SVN-Verzeichnis unter “/samba/SVN/svn_myphp” eingeben. Wichtig ist hier der Vorspann - das “Protokoll” - für die Art des Zugriffs ! Bei einem (lokalen) Datei-Zugriff lautet die Angabe in meinem Fall (lokale Installation) lautet die richtige Angabe:
file:///samba/SVN/svn_myphp
wobei /MY_PFAD hier durch “/samba” ersetzt wurde und für den Verzeichnispfad zum SVN-Verzeichnis steht. Wichtig sind die drei (!) Slashes am Anfang! Zwei davon markieren das “Protokoll” von Eclipse zum Austausch mit SVN innerhalb des lokalen Filesystems. Danach beginnt der eigentliche Pfad ab root “/”.

Hinweis: Bei externen SVN-Servern kämen aber auch folgende Protokolle in Frage:
http://, https://, svn://, svn+ssh://.
Weitere Informationen bietet das Eclipse Hilfesystem. Man suche dort nach “subversive supported protocolls” !
Auf unserer Seite zu den Angaben bzgl. des Repositories geben wir nun bei Bedarf noch
- die Bezeichnung an, die wir für die Repository Location wünschen (hier “myproject in svn_myphp”),
- den User und ein Password an. Das Password wird später bei der Arbeit mit Eclipse und SVN abgefragt.
Unter dem Reiter “Advanced” findet man die Informationen zu den drei Hauptverzeichnissen, die Eclipse erkennen soll. Hier lassen wir alles unverändert. Die SSH- und SSL-Optionen in den anderen zwei Reitern kann man bei einem lokalen Verzeichniszugriff ignorieren. Ansonsten sind halt myselfdie für den betreffenden Server richtigen Angaben zu machen.
Mit der LMT auf die Taste “Next” schließen wir den aktuellen Dialog ab. Es öffnet sich ein weiterer Dialog (im konkreten Beispiel ist MY_PFAD wieder durch “samba” ersetzt) .

Wir klicken auf “Next” und im nächsten Bestätigungsdialog auf “Finish”.
Eclipse stellt nun die Zuordnung der Dateien des Projekts zum SVN-Repository her und bereitet die Commit-Vorgänge für das Laden der Dateien in die Datenbank des Repositories vor. Im sich dabei öffnenden Dialog geben wir evtl. Anmerkungen ein und bestätigen den Check-In-Vorgang für die als “new” angezeigten Verzeichnisse und Dateien.
Die Dauer des nachfolgenden Commit-Vorgangs hängt von der Größe und Anzahl der Dateien ab, die eingecheckt werden. Im Php-Explorer erscheinen nach Beendigung der Commits rechts neben den Dateien Nummern. Dies ist jeweils die Revisionsnummern des Repositories, bei der die letzte Änderung der Datei erfolgte.
Schritt 5: Kontrolle und Ansicht des gefüllten Repositories
Natürlich kann man sich nun die SVN-Repository-Inhalte in Eclipse ansehen. Wir wechseln zurück zum View “SVN Repositories”. Dort klicken wir auf die zu unserem Projekt gehörige Repository Location und öffnen der Reihe nach die Struktur. Zur Sicherheit klicken wir vorab im Kontextmenü auf den Punkt “Refresh”.
Zusätzlich öffnen wir die Ansicht “SVN Repository Exploring” über den Menüpunkt
“Window” >> “Open Perspective” >> “Other” >> SVN Repository Exploring
Rechts wird dann ein Fenster angezeigt, in dem man mehr Informationen zu den Inhalten des Repositories bekommt. Man beachte u.a. die Revisionsnummer, die im Moment noch überall gleich ist. Doppelklicks auf die Verzeichnisnamen öffnen im Repository Explorer das jeweilige Verzeichnis.

Die Nummer hinter der den angezeigten Dateien/Verzeichnissen gibt die Revisionsnummer des Repositories an, bei der jeweils die letzte Änderung erfolgte.
SVN-View “Historie” des Repositories
Mit folgendem Kontext-Menü-Punkt zeigt man sich im SVN-View “History” die Revisionsstände auf übersichtliche Weise an.
RMT auf die Repository Location >> Show History”

Eine “History” von Revisionen kann man sich nach mehreren Änderungen auch gezielt für eine bestimmte Datei anzeigen lassen. Hierzu hangelt man sich durch die Hirarchie des Views “SVN Repository” bis zur betroffenen Datei vor und benutzt dann den Kontextmenü-Punkt “Show History” .
Schritt 6: Kontrolle der Revisionierung
Um zu testen, dass Änderungen an Dateien nach einem Commit in das Repository tatsächlich zu Revisionsänderungen führen, wechseln wir nun erneut zum PHP-Explorer. Dort wählen wir eine Datei aus - in meinem Fall eine Datei “druck.css” und öffnen sie im Ediitor durch Doppelklick. Wir ändern dann an der Datei etwas (z.B. einen Kommentar) und speichern die Datei ab.
Im PHP-Explorer erscheint nun vor der Datei eine spitze Klammer “>”. Dies zeigt an, dass die Datei gegenüber dem letzten SVN-Revisionsstand geändert, aber noch nicht ins Repository eingecheckt wurde. Wir erreichen die notwendige Aktualisierung des Repositories über den Commit-Button

in der SVN Icon Toolbar oder aber durch
RMT auf die Dtei im PHP-Explorer >> Team >> Commit
Im nachfolgenden Dialog bestätigen wir den Commit-Vorgang (und geben ggf. noch einen Kommentar ein).
Rechts aktualisieren wir dann den bereits geöffneten “History” View des Repositories mittels des zugehörigen Refresh Icons.

Das Kontextmenü für eine Revision gibt einem über den Punkt
RMT auf die Revision im SVN-View “History” >> Show Revision Properties
die Möglichkeit, bestimmte Daten zu einer Revision anzusehen und diese ggf. auch über ein eigenes Kontextmenü zu ändern (”Edit”).

Hinweis: Änderungen von Revisionsinformation - wie z.B. der Kommentare im Log - setzen Manipulationen des SVN-Adminsitrators am Repository selbst voraus. Siehe z.B.:
http://jacqueschirag.wordpress.com/2007/07/22/changing-revision-property-in-subversion-with-tortoisesvn/
Schritt 7: Vergleich zweier Revisionsstände einer Datei
Im SVN View “History” kann man mit der rechten Maus in der Anzeige für einen bestimmten Revisionsstand auf eine Datei mit RMT klicken und erhält im Kontextmenü die Option “Compare with previous state”. Es öffnet sich dann ein spezielles Editorfenster, in dem die Unterschiede der Dateien markiert sind.

Natürlich kann man auch andere Revisions-Stände als zwei aufeinanderfolgende Stände einer Datei miteinander vergleichen. Hierzu öffnet man mit
RMT auf eine Datei im View “SVN Repositories” >> Show History
rechts die History der zu untersuchenden Datei. Danach markiert man zwei Versionsstände und wählt dei Vergleichsoption im Kontextmenü
RMT auf eine der markierten Revisionen >> Compare with Each Other

Schritt 8: Lösen der Verbindung eines Projekts zu einem Repository
Es kann passieren, dass man ein Prokjekt von seinem Repsitory lösen will oder muss. Dies geht über den PHP Explorer. Man öffnet dort das Kontextmenü des Projektes
RMT auf das Projekt >> Team >> Disconnect
und folgt den Dialogfenstern.
Schritt 9: Vorsicht beim Löschen eines Repositories
Wenn man ein Repository oder eine Repository Location im View “SVN Repositories” per Kontextmenü löscht, ist Vorsicht angebracht.
RMT auf die Repository Location >> Discard Location
Der nachfolgende Dialog

bietet neben der Option “Disconnect” auch die Option “Delete”. Hier sollte man immer “Disconnect” wählen. Ein Klick auf Delete führt zur Löschung des Projektes im PHP-Explorer und der entsprechenden Verzeichnisse auf der Festplatte !
Viel Spass nun mit SVN unter Eclipse ! Im nächsten Teil werden wir ein PHP-Projekt aus einem vorhandenen Repository erzeugen und zeigen, wie man zwei Projekte aus dem gleichen Repository miteinander verkoppelt.
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Eclipse für PHP unter Opensuse - III
25.3.2011 von rmo.
Die Anbindung der Verzeichnisse und Dateien eines PHP-Projektes an ein Versionskontrollsystem ist aus meiner Sicht fundamental für größere Entwicklungsarbeiten. In diesem dritten Beitrag der Eclipse-Reihe erweitern wir daher unser Eclipse-System zunächst um die benötigten SVN-Komponenten. Diese Komponenten werden im nächsten Beitrag vorausgesetzt und dienen hier als Beispiel dafür, wie man Eclipse-Erweiterungen verfügbar macht.
Danach werfen wir einen kurzen Blick auf die Möglichkeit zum Update des Systems. Abschließend gebe ich eine Übersicht über andere Pakete, die wir im Verlauf der weiteren Beiträge benötigen, und die ein PHP/Ajax-Entwickler früher oder später installieren sollte.
Voraussetzungen:
- Eclipse ist wie im Teil II beschrieben eingerichtet.
- Es liegt ein PHP-Projekt “myproject” vor - im Verzeichnis
/MY_PFAD/wsp_ecl/myproject
Dieses Projekt kann im PHP-Explorer angesehen werden.
Den Einsatz der linken oder rechten Maustaste deuten wir nachfolgend durch die Abkürzungen
- LMT: Linke Maustaste
- RMT: Rechte Maustaste
an.
Schritt 1: Hinzufügen von SW-Sites für Updates
Eclipse kann man über spezifische Sites und Repositories im Internet und eigene Verwaltungsfeatures erweitern und updaten. Es hat keinen Sinn, Eclipse über Yast, RPM- oder Debian-Paket-Manager hinsichtlich des Paket- oder Plugin-Umfangs zu verwalten. Die Eclipse eigenen Installations- und Update-Tools findet man unter
- Help >> Install New Software
- Help >> Check for Updates
- Help >> Eclipse Market Place
Wir befassen uns hier kurz mit den ersten beiden Punkten. Die Entdeckung des “Market Place” überlassen wir dem Leser selbst.
Eine Übersicht über diejenigen SW-Sites, die momentan für Installationen/Updates zur Verfügung stehen, erhält man über den Menüpunkt
Help >> Install New Software
Auf dem sich öffnenden Dialog klicken wir oben auf den Link
“Available Software Sites”
und sehen etwa folgendes:

Über die Bedienleiste rechts (oben nicht abgebildet) kann man auch Sites hinzufügen, wenn man von neuen interessanten Eclipse-Erweiterungen im Netz Kenntnis erhält. In meinem Fall sind folgende Sites installiert und aktiviert:
- Helios - http://download.eclipse.org/releases/helios
- Helios - http://download.eclipse.org/releases/helios/201102250900
- PTP Updates - http://download.eclipse.org/tools/pdt/updates/2.2/milestones
- Subversive Site - http://download.eclipse.org/technology/subversive/0.7/update-site/
- Polarion Subversive SVN Connectors Site - http://community.polarion.com/projects/subversive/download/eclipse/2.0/update-site/
- The Eclipse Project Updates - http://download.eclipse.org/eclipse/updates/3.6
- PTP Updates Helios - http://download.eclipse.org/tools/ptp/updates/helios
- TPTP Updates - http://download.eclipse.org/tptp/updates/
Modelling Updates - http://www.eclipse.org/modeling/updates/
Eine Liste interessanter Update Sites für verschiedene Eclipse-Versionen findet man hier:
http://ekkescorner.wordpress.com/eclipse/update-sites/
Sites für SVN-Erweiterungen
Für die Installation der SVN-Unterstützung sind die Subversion betreffenden Sites von Interesse. Siehe auch:
http://www.eclipse.org/subversive/
http://www.polarion.com/products/svn/subversive.php
An dieser Stelle sei darauf hingewiesen, dass es neben dem hier aufgeführten Subversion-Projekt von polarion.com auch die Erweiterung “Subclipse” von tigris.org gibt. Weitere Informationen findet man hier:
Bzgl. “Subclipse” habe ich leider keinerlei persönliche Erfahrungen. Das ist rein zufällig so - ich habe mit den “Subversion”-Erweiterungen von Polarion begonnen und war bislang zufrieden - und schlicht zu faul, mich zusätzlich um Subclipse zu kümmern. Das beinhaltet aber keinerlei fundierte Wertung über die Qualität oder Performance beider Erweiterungspakete. Ich habe über beide Erweiterungen Positives wie Negatives gelesen.
Schritt 2: Hinzufügen von SVN-Erweiterungen
Wir gehen nun erneut zu “Help” >> “Install New Software”. Dort wählen wir bei der Combobox
“Work With” : “– All Available Sites –”
und erhalten dann eine Liste installierbarer Pakete. Subpakete zu einem Hauptpaket sieht man, wenn man auf das Dreieck vor dem Haupt-Paket klickt.
Hinweis: Will man wissen, welche Pakete bereits installiert sind, kann man den Link “What is already installed?” unten rechts auf der Seite verwenden.
Wir scrollen die alphabetisch sortierte Liste der installierbaren Erweiterungen zu den Paketen mit Subversive-Bezug. Da der Zugriff auf einige der Seites, von denen die Pakete geladen werden müssen, etwas träg ist, installieren wir die Pakete Stück für Stück, um Timeouts der Installationsroutine zu vermeiden.

Wir beginnen mit dem Paket
“Subversive SVN Connectors”
und haken das ab. Dann klicken wir auf den Button “Next”. Auf der nächsten Seite kommen nun möglicherweise Meldungen, dass die Subpakete zu den “Win32 Binaries” nicht installiert werden können. Wir wählen diese Pakete daher im oberen Seitenbereich ab und drücken erneut auf den Button “Next”. Danach bestätigen wir die Installation und verfolgen den Status der Installation.
Anschließend verfahren wir ganz analog mit den Erweiterungspaketen
- Subversive SVN Team Provider Plugin (Incubation)
- Subversive Integration Plug-Ins (Incubation) (für Mylyn)
und bei Interesse installieren wir auch die zugehörigen Source-Pakete
- Subversive Source
- Subversive SVN Connector Sources
Der Download der Pakate und deren Installation kann etwas Zeit in Anspruch nehmen. Nach jedem installierten Paket werden wir zum Neustart von Eclipse aufgefordert. Wir müssen die spätestens nach der letzten Paket-Installation machen, um die installierten Pakete in Eclipse zu aktivieren und die entsprechenden GUI-Elemente anzeigen zu können.
Schritt 3: Erweiterung von Menüs und Icon-Leisten um SVN-Bedienelemente
Die Installation eines neuen Paketes bedeutet nicht automatisch, dass alle damit verbundenen Bedienelemente in der Form angezeigt werden, wie man das wünscht. Bzgl. SVN sorgen wir zunächst um die entsprechenden Erweiterungend er Menüleiste und der grafischen Icon-Leisten.
Wir haben im Eclipse-Fenster den PHP-Explorer geöffnet. Nun öffnen wir
Window >> Customize Perspective
oder klicken mit RMT auf die Icon-Leiste unter der Menü-Leiste und wählen dort “Customize Perspective”. In der dort erscheinenden Leiste verfügbarer Menü-Punkte unter dem Reiter “Tool Bar Visibility” taucht der Punkt “SVN” leider nur ausgegraut auf.

Dies liegt daran, dass die “SVN-Kommando-Gruppe” noch nicht aktiviert wurde. Wir öffnen daher den Reiter
“Command Groups Availability”.
Dort markieren wir im linken Seitenbereich die Checkbox für “SVN”.
Es werden uns dann die Punkte für das Menü und die Toolbars angezeigt. Will man die Menge der Items reduzieren, kann man das nun über die Reiter “Tool Bar Visibility” und “Menu Visibility” tun.
Danach prüfen wir, dass in der PHP-Explorer-Ansicht unseres Projektes “myproject” die Icon-Toolbar um einen SVN-Bereich erweitert wurde - wenn auch noch ausgegraut, da unser Projekt noch nicht mit einem SVN-Repository verbunden wurde.
Nun prüfen wir auch noch, dass sich die “SVN-Repository-Ansicht” öffnen lässt. Hierzu klicken wir in unserer PHP-Perspective auf
Window >> Show View >> Other >> SVN >> SVN Repositories
Neben dem PHP-Reiter öffnet sich nun ein neuer Reiter mit der Bezeichnung “SVN” und das zugehörige Fenster. Dieses Fenster ist noch leer, da wir keine Projekte angelegt haben. Das nachfolgende Bild zeigt den Blick auf ein bereits angelegtes Repository, wobei im rechten Bereich zusätzlich der “SVN Repository Browser” geöffnet wurde.

Schritt 4: Updates der bereits installierten Eclipse-Pakete
Wie hält man das Eclipse-System nun auf dem neuesten Stand? Dies ist relativ einfach - zumindest solange sich keine neue Abhängigkeiten durch Modernisierungen ins System einschleichen. Man benutzt einfach manuell :
Help >> Check for Updates
Das System wird dann auf den oben eingerichteten Sites nach neuen Paketen suchen und deren Installation vorschlagen. Sollten viele neue Pakete vorhanden sein, empfiehlt sich wiederum eine Paket für Paket -Installation, um Timeouts zu vermeiden.
Automatische Updates
Man kann das Update-Verhalten in Grenzen auch automatisieren. Die notwendigen Einstellungen nimmt man unter
Window >> Preferences >> Install/Update >> Automatic Updates
vor.
Schritt 5: Weitere nützliche Erweiterungen für die Web-Entwicklung
Ich gebe nachfolgend eine Übersicht über die Haupt-Erweiterungspakete, die auf meinem Eclipse-System installiert sind.
- Axis2 Tools
- Eclipse IDE for PHP Developers (essentiell in meinem Entwicklungsumfeld)
- Eclipse Web Developer Tools (essentiell)
- Javascript Development Tools (essentiell)
- JAX-Ws DOM Tools
- JAX-WS Tools
- Native JavaHL 1.4 Implementation (essentiell)
- Native JavaHL 1.5 Implementation (essentiell)
- Native JavaHL 1.6 Implementation (essentiell)
- PHP Development Tools (PDT) SDK Feature (essentiell)
- PTD RDT Remote Toools Support (essentiell)
- PTP Remote System Explorer Adapter
- Remote System Explorer End-User Runtime
- Remote System Explorer User Actions
- Rich Ajax Platform (RAP) Tooling
- Subversive Revision Graph
- Subversive SVN Connectors
- Subversion SVN Integration for the Mylyn Project
- Subversive SVN JDT Ignore Extensions
- Subversive SVN Team Provider
- Subversive SVN Team Provider Localization
- Subversive SVN Team Provider Sources
- SVN Team Provider Connector Sources
- SVNKit 1.1.7 Implementation
- SVNKit 1.2.2 Implementation
- SVNKit 1.3.5 Implementation
- Target Management Terminal
- Web Page Editor
- WST Server Adapters
Man erkennt, dass manche der Pakete der reinen Unterstützung der Web-Entwicklung dienen, während andere die Anbindung von Eclipse an SVN und Remote-Systeme unterstützen.
Alle Pakete/Sub-Pakete findet man in der Übersicht unter “Install New Software”. Bei einigen muss man die Hauptpakete öffnen, indem man auf das horizontale Dreieck vor dem Paket klickt.
Geschrieben in Eclipse für PHP-Projekte, LAMP / Webentwicklung | Keine Kommentare »
Eclipse für PHP unter Opensuse - II
23.3.2011 von rmo.
In diesem 2-ten Teil der Beiträge zum Einsatz von Eclipse unter Opensuse 11.3/11.4 wollen wir Eclipse selbst auf unserem lokalen Entwicklungssystem installieren.
Wir beschreiben nachfolgend nur eine sehr individuelle Installation in einem persönlichen Verzeichnis mit Hilfe von Dateien, die wir aus dem Netz herunterladen. [Für eine systemweite Installation für mehrere User unter Opensuse und anderen Systemen sehen Sie bitte entsprechende Hinweise in einigen der Links am Ende dieses Beitrags.]
Angemerkt sei auch, dass einige Anwender Schwierigkeiten mit der Installation von Eclipse unter Opensuse 11.3 hatten - und zwar immer dann, wenn sie RPM-Pakete verwendeten. Wir werden nachfolgend dagegen die aktuellen Helios-Archive von den www.eclipse.org Websites und keine RPMs benutzen. Opensuse 11.4 beinhaltet übrigens auch kein Eclipse-RPMs mehr - zumindest nicht in den Standardrepositories von Opensuse.
Das Schöne an einer persönlichen Eclipse-Installation ist nun, dass sie im wesentlichen im Bereitstellen von Dateien eines Archivs in einem Verzeichnis im eigenen Verzeichnisbaum besteht. Das erleichtert die individuelle Kontrolle sowie Backups und Transfers auf andere Systeme enorm.
Voraussetzungen der Installation
Als Voraussetzungen nehmen wir zwar grundsätzlich an:
Das System ist gem. der Angaben des 1-ten Teils der Eclipse-Beiträge aufgesetzt.
http://linux-blog.anracom.com/2011/02/27/php-entwicklungssystem-mit-eclipse-i/
Tatsächlich benötigen wir für eine reine Eclipse-Installation ohne Anbindung an eine Testumgebung aber weder den Apache-Server, noch MySQL, noch SVN etc.. Diese kommen erst später - also in nachfolgenden Artikeln - ins Spiel.
Eclipse ist allerdings ein java-basiertes System. Um Eclipse in elementarer Form zum Laufen zu bringen, ist deshalb eine “Java Runtime”-Umgebung (JRE) erforderlich. Ich selbst habe auf meinem Opensuse 11.4 - System zwei JREs installiert:
java-1_6_0-openjdk - Java runtime environment based on OpenJDK 6 and IcedTea 6
und
java-1_6_0-sun - Java(TM) 6 Runtime Environment.
Ecdlipse arbeitet mit beiden Umgebungen gut zusammen. Natürlich ist unter Opensuse nur immer eine Umgebung wirksam - bei mir aktuell die OpenJdk-Umgebung. Wie man die Umgebung mit Hilfe des Kommandos
update-alternatives –config java
einstellt und wie man zwischen den Umgebungen wechselt, verrät folgender Artikel:
http://de.opensuse.org/Java#Zwischen_verschiedenen_Java_JREs_oder_SDKs_wechseln
Verwendete Abkürzungen: Nachfolgend verstehen wir unter “RMT” im übrigen die Anwendung der rechten Maustaste.
Schritt 1: Herunterladen und Entpacken von Eclipse
Wer sich über aktuelle und kommende Releases von Eclipse informieren will, findet erste Informationen hier:
http://en.wikipedia.org/wiki/Eclipse_%28software%29
Um Eclipse Helios für PHP in einer aktuellen Version zu installieren, kann man sich die notwendigen Pakte von folgender Adresse herunterladen:
http://www.eclipse.org/downloads/packages/release/helios/sr2
Dort wählt man das Paket “Eclipse for PHP Developers” und lädt es sich in ein Verzeichnis seiner Wahl herunter. Anschließend expandiert man das tar.gz-Archiv (z.B. mit dem Tool “ark”) an einen Platz seiner Wahl im Verzeichnisbaum. Z.B. nach:
/MY_PFAD/eclipse
MY_PFAD steht hier für einen Pfad zu einem Verzeichnis, das mir zugänglich ist. Zur Not eben das HOME-Verzeichnis. In der Praxis halte ich aber meine Entwicklungstools und -Daten auf einer separaten Partition, für die ich besondere Backup-Regeln anwende, da ein Teil meines Geschäfts von den Ergebnissen der Entwicklungsarbeit abhängt.
Danach legen wir uns in Form eines weiteren Verzeichnisses unserer Wahl einen sog. “Eclipse Workspace” an, in dem wir PHP-Projekte unterbringen können. Solche Workspaces kann es mehrere geben. Mit Workspaces sind auch individuell, spezifische Konfigurationseinstellungen (u.a. der Benutzeroberfläche) von Eclipse verbunden. Eclipse fragt beim Öffnen normalerweise nach, welchen Workspace wir für die aktuelle Sitzung benutzen wollen. (Falls wir diese Nachfrage nicht explizit abschalten).
Ich lege für meinen ersten Workspace ein Verzeichnis
/MY_PFAD/ecl_wsp
an.
In dieses Verzeichnis hinein kopiere ich anschließend ein umfassendes Unter-Verzeichnis “myproject” mit diversen HTML-, DWT- und PHP5-Dateien, die ich in einem aktuellen Projekt verwenden will.
/MY_PFAD/ecl_wsp/myproject
Auf diesem Verzeichnis muss ich volle Schreibrechte besitzen. An dieser Stelle ist jeder natürlich selbst gefordert, eigene PHP-Projektdateien unterzubringen. Man kann das Verzeichnis “myproject” anfangs auch leer lassen und seine Dateien erst später in das Verzeichnis kopieren oder eben mit Hilfe von Eclipse selbst anlegen.
Schritt 2: Öffnen von Eclipse
Wir öffnen nun Eclipse, indem wir das Programm
/PFAD/eclipse/eclipse
starten. Z.B. über ein Terminal-Fenster und die Kommandofolge :
cd /PFAD/eclipse/
./eclipse
Man sollte vorab prüfen, dass die genannte Datei auch ausführbar ist und das ggf. ändern.
Bzgl. der Aufnahme des Eclipse Executables in den eigenen Pfad hilft folgendes (s. auch http://www.fedoranews.org/contributors/yves_janse/eclipse/06.shtml):
Anlegen eines Files ” /etc/profile.d/eclipse.sh” mit dem Inhalt:
export ECLIPSE_HOME=/usr/local/eclipse
export PATH=$PATH:$ECLIPSE_HOME
Ausführbar machen und in der aktuellen Shell ausführen:
sudo chmod +x /etc/profile.d/eclipse.sh
source /etc/profile.d/eclipse.sh
Danach kann man Eclipse auf der Kommandozeile einfach mittels des Kommandos “eclipse” starten. Auf meinem KDE-Desktop - genauer im “KDE-Arbeitsordner”- lege ich mir aber zusätzlich ein Icon zum schnellen Starten von Eclipse mittels der Maus an.
Auf die Rückfrage von Eclipse beim Starten, welchen Workspace wir öffnen wollen, geben wir das gerade angelegte Verzeichnis an. Dort liegen zwar Dateien; diese sind aber von Eclipse noch keinem Projekt zugeordnet, und es wurden daher auch keine entsprechenden “Metadaten” im Projektverzeichnis angelegt. Deshalb erscheint zunächst eine relativ einfache Eclipse-Oberfläche, die u.a. Links zu Informationen und Tutorials bietet. (Zu dieser Eröffnungsseite gelangt man später in Eclipse übrigens durch den Menüpunkt “HELP” >> “Welcome”).

Schritt 3: Wechsel zur Workbench
Ganz rechts auf dem Begrüßungsschirm finden wir einen Link zur sog. Workbench, den wir benutzen. Bei der sich nun öffnenden “Workbench” handelt es sich um ein mehrfach unterteiltes Fenster, das wir uns später per Maus sehr flexibel und persönlich einrichten können. Ganz links erkennen wir den sog. “PHP-Explorer”, in dem wir später unsere Projekte und entspr. Verzeichnisstrukturen in einer hierarchischen Gliederung sehen werden. Die nachfolgende Abbildung gibt darauf einen Vorgeschmack.

Das Eclipse-Fenster stellt in der Regel sogenannte “Perspectives” dar. Davon gibt es - je nach Entwicklungsarbeit und Projekttyp - eine Vielzahl. Bei der oben dargestellten Perspektive handelt es sich um die sog.
PHP Perspective.
Andere Perspektiven öffnet man in Eclipse über den Menüpunkt
Window >> Open Perspective >> Other.
Innerhalb einer Perspektive kann man zusätzlich diverse sog. “Views” auf bestimmte Projektdaten oder Projektaspekte öffnen. Dies geschieht über den Menüpunkt
Window >> Show View
So werden wir unsere “PHP Perspective” später noch um einen “SVN Repository View”, einen “Task View” und einen “Remote System View” ergänzen.
Schritt 4: Anlegen eines ersten PHP-Projekts
Um ein erstes Erfolgserlebnis zu haben, legen wir nun ein PHP-Projekt an, das unsere bisherigen Dateien im Verzeichnis “myproject” unterhalb der Workbench umfassen soll. Wir nutzen hierfür den Menüpunkt:
“File” >> “New” >> “PHP Project”
Im sich öffnenden Dialog wählen wir einen Projektnamen, z.B.: “my_project”.
Wir klicken auf den Radiobutton “Create new projects in workspace”.
Falls wir bestimmte PHP-Versionsprüfungen aktivieren wollen, wählen wir dies unter “Use project specific settings”. In meinem Fall “PHP 5.1/5.2″. Wir klicken ferner “use project as source folder”.
Den Punkt “Enable JavaScript support for this project” kann man bei sehr großen Projekten zunächst auch weglassen (dies kostet sehr viel zeitlichen Overhead bei den von Eclipse durchgeführten Fehler-Prüfungen und lohnt sich nur, wenn man viel mit Javascript-Programmen arbeitet).
Zu den Projekteinstellungen noch zwei Hinweise:
- Hinweis 1: Ein Klick auf das Hilfe-Icon (Fragezeichen) führt zu Hilfeseiten mit vielen nützlichen Kurzinformationen zu den eben benutzten Optionen.
- Hinweis 2: Die Javascript-Unterstützung kann man einem Projekt (ebenso wie die PHP-Unterstützung) auch noch im nachhinein zufügen. Die relevanten Menüpunkte findet man unter
RMT auf das Projekt >> Configure
Auf Details von Projekteinstellungen gehe ich aber noch in einem späteren Beitrag ein.
Nach den Festlegungen für unser Projekt klicken wir auf den Button “Weiter”. Auf der nächsten Konfigurationsseite wird angezeigt, dass unser Projekt-Verzeichnis als Source-Folder in den Include-Pfad eingefügt wurde. Man erkennt, dass man hier bei Bedarf noch andere Ressourcen in den Include-Pfad integrieren könnte. Die anderen verfügbaren Reiter ignorieren wir und drücken schließlich auf den Button “Finish”.
Im PHP-Explorer-Fenster wird nun das PHP-Projekt angelegt. Dass es sich tatsächlich um ein PHP-Projekt handelt, erkennt man am kleinen “P” oberhalb des Namens. (Ein anderer Web-Projekttyp könnte etwa ein Javascript-Projekt sein - dieses würde dann über ein “JS” oberhalb des Namens angezeigt werden).

Rechts unten in der Fußzeile des Eclipse-Fensters sehen wir übrigens für einige Sekunden (je nach Größe und Anzahl der bereits vorhandenen Dateien) den Fortschritt der sog. “Build-Operationen” für das Projekt. Hier werden u.a. auch alle Dateien auf Fehler oder Probleme geprüft, die dann zu entsprechenden Hinweisen im Eclipse-System führen (unter der Ansicht “Problems”, die sich standardmäßig im unteren Fensterbereich befindet.
Schritt 5: Modifikation der Default Character Codes für die Dateien des Projekts
Nun klicken wir per RMT auf den Projektnamen im PHP-Explorer und öffnen im Kontext-Menü den Punkt “Eigenschaften”. Im dortigen Dialog stellen wir bei Bedarf die Default-Character-Kodierung der Projektdateien um, um beim Betrachten der Dateien im Editor problematische Zeichen zu vermeiden. Will man den verwendeten Character-Set für den Workspace generell ändern, muss man den entsprechenden Punkt unter
Window >> Preferences >> General >> Workspace
einstellen.

Character-Code-Einstellungen kann man übrigens auch pro Datei vornehmen (s.u.).
Schritt 6: Öffnen von Dateien und elementare Einstellungen des Eclipse PHP-Editors
Nun können wir auch eine unserer Projekt-Dateien im Eclipse Editor (für PHP) öffnen. Dazu klappen wir die Verzeichnisstruktur des Projekts im PHP Explorer auf (Klicks auf die dem Projekt und seinen Unterverzeichnissen vorangestellten Dreiecke). Eine Datei öffnet man durch Doppelklick auf den Dateinamen. Hierbei öffnet sich rechts der in Eclipse integrierte “PHP Editor”.
Andere Möglichkeiten zum Öffnen einer Datei erreicht man über einen RMT-Klick auf den Dateinamen im PHP-Explorer und die Optionen des sich öffnenden Kontext-Menüs. Externe Editoren erreicht man über
RMT auf Dateinamen >> Open With >> Other >> External Programs
Font- und Farb-Preferenzen für den Editor
Welche Schriften und Markierungen der Eclipse eigene PHP-Editor benutzen soll, legen wir auch unter den “Preferences” fest:
Window >> Preferences >> General >> Appearance >> Structured Text Editors
Dort kann die Vorgabe der Fonts für den Editor editiert werden. Wesentliche Farben für die Hervorhebung bestimmter Elemente eines PHP-Programms definieren wir dagegen über den Menüpunkt
Window >> Preferences >> PHP >> Editor >> Syntax Coloring.
(Diese Umstellung kostet nach dem “Apply” manchmal leider etwas Zeit - vor allem wenn die Farben zur Hervorhebung von Klassenelementen geändert werden.)
Anzeige von PHP-Konstrukten im Outline View
Standardmäßig führt das Öffnen einer Datei mit dem eingebauten Editor auch zu einer Anzeige der wesentlichen definitorischen Elemente - wie Klassen, Methoden, Variablen etc. im sog. “Outline”-Fenster, das in der Regel rechts neben dem Editor-Fenster angezeigt wird.
Character Code pro Datei einstellen
Dies geht bei geöffneter Datei im Eclipse-eigenen Editor (der Mauscursor muss im Editor aktiv sein) über den Menüpunkt
Edit >> Set Encoding
Schritt 7: Sichten und weitere Fenster
Alle angebotenen “Sichten” oder “Perspektiven” von Eclipse auf die aktuellen Projekte und Daten (je nach aktueller Installation von Eclipse-Paketen und Plugins) kann man
- entweder über die Menüpunkte “Window” >> “Open Perspective” oder “Window” >> “Show View”
- oder ganz links unten über das langgestreckte Symbol mit dem Pluszeichen rechts

öffnen und per Maus im Hauptfenster oder einem seiner Teilfenster an passender Position anordnen. Hier hilft dir durchgehende Reiter-Technologie von Eclipse dabei, die Übersicht zu behalten.
Links mit weiteren Hinweisen zur Installation
http://www.jacovosloo.info/blog/general-it/eclipseonopensuse113
http://www.unixboard.de/vb3/showthread.php?39958-Eclipse-installieren&p=314170
http://tropenhitze.wordpress.com/2010/02/01/installing-eclipse-ide-on-linux-opensuse-11-2/
http://forums.opensuse.org/english/get-technical-help-here/install-boot-login/406454-installing-eclipse.html
http://www.linux-club.de/viewtopic.php?f=28&t=95531
http://www.linuxquestions.org/questions/linux-software-2/guide-to-install-eclipse-564770/
http://www.fedoranews.org/contributors/yves_janse/eclipse/06.shtml
http://www.ubuntu-forum.de/artikel/443/eclipse-installieren.html
http://www-rbi.informatik.rwth-aachen.de/Helpdesk/eclipse-linux-installieren.php
http://wiki.ubuntuusers.de/Eclipse?action=export&format=raw&rev=29957
http://wiki.ubuntuusers.de/eclipse
Hinweise zu einer systemweiten Installation
Es empfiehlt sich dann aus meiner Sicht, eine Installation unter den Verzeichnissen “/opt”, “/usr/local” oder “/usr/share” mit hinreichenden Ausführungsrechten. Allerdings muss man sich dann auch intensiv Gedanken über die Update-Politik innerhalb von Eclipse machen. Da dies nicht zu den einfachsten Aufgaben gehört, habe ich das Thema bisher regelmäßig durch individuelle Installationen umgangen. getreu der Devise: Jeder Entwickler ist im Kern selbst für seine Entwicklungsumgebung verantwortlich.
http://divby0.blogspot.com/2007/08/howto-install-eclipse-for-multi-user.html
http://help.eclipse.org/galileo/index.jsp?topic=/org.eclipse.platform.doc.isv/reference/misc/multi_user_installs.html
Geschrieben in Eclipse für PHP-Projekte, LAMP / Webentwicklung | Keine Kommentare »
