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Archiv der Kategorie Web - Browser und Co.
Opensuse, Firefox 4, Flashplayer 32 oder 64 Bit?
18.4.2011 von rmo.
Unter Opensuse 11.4 ist der Firefox 4 Standard. Ich habe - wie immer schon - die 64 Bit Variante des Betriebssystems und des Firefox installiert. Zudem läuft KDE 4.6.2.
Nun denkt man so, dass der von Suse als RPM ausgelieferte aktuelle Flashplayer 10.2 in der 32Bit-Variante über den üblichen “nspluginwrapper”-Mechanismus mit Firefox 4 (64 Bi) vernünftig zusammenarbeiten würde. Schießlich ging das mit Firefox 3.6.16 (64 bit) unter Opensuse 11.3 ja auch problemfrei !
Beim Firefox 4 (64 Bit) ist dem leider nicht so! Komplexe Flash-Filme oder sogar Adobe eigene Flashelemente (etwa die Audio oder Video-Player) werden häufig durch Darstellungsfehler so entstellt, dass es keinen Spaß mehr macht, Flash-Seiten anzusehen. Fehler über Fehler ! Man fragt sich, ob das jemals vernünftig getestet wurde ….
In meiner Not habe ich dann mal wieder nach einer halbwegs aktuellen 64Bit -Variante des Flash-Players für Linux umgesehen. Damit habe ich früher schon ganz gute Erfahrungen gemacht. Fündig wird man zur Zeit unter
http://labs.adobe.com/technologies/flashplayer10/square/
Ich habe mir dort die aktuelle Version heruntergeladen. Zur Installation der “libflashplayer.so”-Datei unter Opnsuse sehen Sie bitte folgenden früheren Beitrag:
http://linux-blog.anracom.com/2009/01/26/kurztest-der-64-bit-version-des-flash-plugins-von-adobe/
Bitte nicht die vorher notwendige Deinstallation des “nspluginwrapper” vergessen.
Das Ergebnis des Tests der 64-Bit-Variante: Das allermeiste an Flash-Seiten wird richtiger und schneller dargestellt als mit der für 64-bit Linux und 64-Bit Firefox 4 völlig ungeeigneten offiziellen 32Bit-Variante des Players.
Bleibt erneut die Frage offen: Wann sehen die verantwortlichen bei Adobe endlich ein, dass sie für Linux eine vernünftige “offizielle” 64Bit-Unterstützung bieten müssen?
Geschrieben in Web - Browser und Co., LAMP / Webentwicklung, Erfahrungsberichte | Keine Kommentare »
FF 3.6 behebt Flacker-Problem unter Opensuse 11.2
25.1.2010 von rmo.
Viele haben ja die neue Opensuse 11.2-Version gelobt - u.a., weil der Firefox-Browser so gut in den KDE4-Desktop integriert wurde.
Meine Begeisterung hielt sich allerdings 2 Monate in Grenzen. Zwischen ein und derselben FF Version 3.5.x (z.B. 3.5.6) unter Opensuse 11.1 (x86_64) und Opensuse 11.2 (x86_64) gab/gibt es nämlich auch sehr unangenehme Unterschiede. Als Entwickler von Web-Formularen fiel mir besonders auf, dass wann immer DIVs mit “overflow:auto” im Spiele waren, der Seitenaufbau sehr imperformant und “wackelig” vonstatten ging. Z.T. unter Flackern und kurzzeitigem Auftauchen von in der Position versetzten Geisterbildern des DIV-Inhalts.
Eine frische Test-Installation von Opensuse 11.2 auf einer Maschine, auf der auf einer anderen Partition auch Opensuse 11.1 installiert war, ergab, dass das Phänomen seien Ursache allein in den unterschiedlichen Opensuse-Versionen hatte. Es war nicht Gnome, nicht KDE abhängig, tauchte für dieselbe FF-Version nicht unter Opensuse 11.1 auf und hatte auch nichts mit Grafikkartentreibern zu tun. Genauer habe ich es leider nicht analysieren können.
Verschwunden ist das Problem nun mit FF 3.6. Ganz generell ist diese Browserversion auch deutlich performanter geworden.
Tja, man sieht: Im Opensource-Geschäft gibt es Etliches, was einen als professionellen Anwender nur den Kopf schütteln läßt. Aber im Unterschied zu MS Windows hofft man hier nicht vergebens, und es lohnt sich immer wieder, Fehler an die Entwickler zu melden.
https://bugzilla.mozilla.org/show_bug.cgi?id=537392
Geschrieben in Web - Browser und Co., Erfahrungsberichte | Keine Kommentare »
Flackern beim Seitenwechsel im MS IE - Nachtrag
25.1.2010 von rmo.
In einem der letzten Blog-Beiträge ging es um das Flackern des MS IE beim Seitenwechsel. Dort hatte ich zwei Tricks aufgeführt, mit denen man ohne Serveränderungen in manchen Fällen - leider nicht immer - eine Verbesserung herbeiführen kann.
In diesem Beitrag möchte ich kurz auf die Behandlung von MS IE-Flackern bei der Integration von Hintergrundsbildern für die gesamte Webseite eingehen. Da gibt es eine Geschichte, die es sehr verständlich macht, warum viele Webseiten-Entwickler den MS IE verfluchen.
Also - wie lädt man typischerweise Hintergrundsbilder für die gesamte HTML-Seite? Im
-Tag per css-Anweisung. Typischerweise haben dann viele Seiten einer Domain dasselbe Hintergrundsbild und einen im wesentlichen gleichen Aufbau - es ändern sich beim Seitenwechsel nur ganz bestimmte BEreiche der Seite. Dann will man natürlich, dass ein Seitenwechsel sanft vor sich geht und der Hintergrund nicht flackert. Das Hintergrundsbild und alle anderen unveränderten Seitenelemente sollen beim Seitenwechsel statisch angezeigt, nicht neu aufgebaut oder neu geladen werden. Wozu gibt es schließlich den Browser-Cache …Leider wird man aber beim MS IE in Abhängigkeit von der MS IE-Version feststellen, dass es dort bei Seitenwechseln, bei denen sich das Hintergrundsbild und wesentliche Anteile der Webseite (Grundaufbau) nicht ändern, dennoch zu Flackern kommt. Der Hintergrund wird kurz weiß, das Bild wird neu geladen. Das passiert ggf. nicht immer aber, doch sehr häufig. Wenn man genauer forscht, wird man feststellen, dass das Flackern besonders häufig oder immer bei Seiten auftaucht, bei denen zusätzlich zu den Hintergrundsbildern Flash-Elementen oder Javascript-Anteile vorkommen.
Deshalb sind ggf. zwei Tricks zu kombinieren, um das Flackern weg zu bekommen:
Fall 1) Es wird kein Javascript in der Webseite benutzt
Dann hilft es, das Hintergrundsbild nochmals (also zusätzlich zum Hintergrund im <BODY>) in einem DIV zu laden, das man per z-Index unter den gesamten übrigen Inhalt der Webseite legt. Hierzu benötigt man natürlich einen übergeordneten DIV-Container, in dem man das DIV für das Hintergrundsbild und ein DIV für den gesamten übrigen Inhalt absolut positioniert und übereinander legt.
Fall 2) Es wird Javascript benutzt, z.B. um Flash-Objekte in die Seite zu integrieren
Wir verwenden z.B. SWFObject und entsprechendes Javascript, um Flash zu integrieren. Es hat mich viele Tests gekostet, bis ich herausfand, dass allein schon das Einfügen eines Tags
<script type=”text/javascript”></script>
(also ohne jeden Code !) oder gar eines Tags
<script language=”JavaScript” src=”script/swfobject2.js” type=”text/JavaScript”></script>
im Header der HTML-Datei bereits ein Flackern beim Seitenwechsel zwischen Seiten mit Hintergrundsbildern auslöst. Für den Bruchteil einer Sekunde wird der Hintergrund weiß, das Bild wird neu geladen. Selbst wenn in der HTML-Seite keinerlei Javascript-Code ausgeführt wird. Unglaublich nicht ? Noch unglaublicher ist aber der Trick, der beim MS IE hilft:
Man kopiere den gesamten Script-Kram, soweit es die Logik der Seite zulässt, an das Ende des HTML-Codes und zwar unmittelbar vor das Ende des abschließenden </BODY>-Tags. Das ist zwar ungewöhnlich, aber kein Browser meckert einen formalen Fehler an. Und siehe da, auf einmal hört auch im MS IE das Flackern auf.
Das läßt tief blicken, in welcher Weise die Javascript-Engine in den MS IE integriert ist - Entschuldigung bei MS ist das ja eh eine Extrawurscht und nix Normales (JSCRIPT).
Leider kann es in einigen Fällen so sein, dass Javascript-Code zwingend vor dem Laden der übrigen HTML-Elemente ausgeführt werden muss. Dafür habe ich auch keine echte Lösung parat. Aber in vielen Fällen hilft der beschriebene Trick.
Überflüssig anzumerken, dass man den ganzen Quatsch so nicht braucht , wenn man Firefox benutzt. Gott sei Dank hat ja nun Firefox zumindest in Deutschland dem MS IE den Rang abgelaufen.
Geschrieben in Web - Browser und Co., LAMP / Webentwicklung | Keine Kommentare »