IT-Consulting und IT-Management

Linux ist nicht alles ...

"Breitgefächerte wie tiefgehende IT-Erfahrung ..." - so hat mich mal ein ehemaliger Mitarbeiter beschrieben, und darauf bin ich ein wenig stolz. Da ich mich inzwischen in einem deutlich fortgeschrittenen Alter befinde, vermag ich über IT und IT-Entwicklungen aus beruflicher Perspektive tatsächlich auch Einiges zu sagen. Ich sollte dabei vorausschicken, dass Linux in den Kernbereichen meiner beruflichen Tätigkeit bislang eher eine nachgeordnete Rolle gespielt hat. Aber eben auch keine unwichtige ....

Ich arbeite primär als IT-Prozess und Projekt-Consultant und bei Bedarf auch als Projektmanager. Alles vorwiegend im Umfeld von SW-Projekten. In letzter Zeit hat sich zusätzlich das Geschäftsfeld der Angebotsberatung zu Ausschreibungen des öffentlichen Dienstes ergeben.

Im Umfeld der Planung und Realisierung von SW-Systemen und SW-Projekten wie auch dem zugehörigen Qualitätsmanagement und der Qualitätssicherung kann ich auf jahrelange Erfahrung verweisen. Ich hatte dabei mit Firmen, IT-/SW-Systemen und -Projekten ganz unterschiedlicher Ausprägung zu tun. Beratend, leitend und coachend. Einiges davon im ERP-Bereich von Konzernen.

Erstes Gebot meiner Beratungstätigkeit ist für mich immer die konsequente Ausrichtung allen Handelns an den Geschäftszielen, die ein Unternehmen mit IT-Unterstützung erreichen will.

IT-Prozesslandschaften

Seit 2009 richtet sich mein Interesse zunehmend auf die IT-bezogene Prozesslandschaft und die IT-Governance in Unternehmen. Letztlich hängt die Qualität, Effektivität und Effizienz des IT-Einsatzes in Unternehmen sehr viel stärker vom Management strukturierter und wirksam ineinandergreifender Prozessen ab als von technischem Know-How und/oder der Fähigkeit zu normgerechter Projektleitung. Das betrifft neben dem IT Service- und dem Information Security-Management auch eine stringente IT-Governance. Ich bringe in meine Beratung deshalb zunehmend Kenntnisse aus den Bereichen der ISO/IEC 20000, der ISO/IEC 27000, ITIL V3 und auch Cobit V5 ein. Im Bereich des IT Servicemanagements (gem. ISO 20001) und des Information Security Managements (gem. ISO 20001) verfüge ich über Zertifizierungen als interner Auditor.

Nicht erst in letzter Zeit gewinnt der Bereich der Informationssicherheit zunehmend an Bedeutung im IT-Kontext. Ich betrachte ein zeitgemäßes Information Security Management als einen fundamentalen Pfeiler im IT-Service-Managements von Unternehmen. Sich hier mit den Anforderungen der ISO/IEC 27000- Reihe - aber auch den technischen Grundlagen von IT-Security - auszukennen, halte ich im Beratungskontext für unerlässlich.

ITSM-/ISM-Prozesse und agile IT-Projekte

Ich kenne typische Prozesse des klassischen Projektmanagements aus meiner Zeit als Projektmanager sehr gut. Ich habe zudem aber auch Zertifizierungen als SCRUM Master und SCRUM Product Owner. Agiles Projektmanagement mit iterativen Zyklen und inkrementeller Zielerreichung ist mir schon seit den 90ern unter den Schlagworten "Extreme Programming" oder "Evolutionäres Prototyping" vertraut. "Evolutionäres Prototyping" habe ich in mehrere Projekte zielgerichtet eingeführt.

Auf diesem Hintergrund finde ich das Verhältnis von Projekt-Steuerungsprozessen zu übergeordneten ITSM- und ISM-Prozessen hochinteressant. Auch die Skalierung von agilen Scrum-Projekten zu größeren Vorhaben, die sich in einem stärker reglementierte Unternehmens - und Controlling-Umfeld entfalten müssen, ist ein spannendes Thema, zu dem es aus meiner Sicht viel zu sagen gäbe. Ich sehe eine wichtige Aufgabe meiner Beratungstätigkeit jedenfalls darin, zu einer besseren Einbettung von Projekt-Prozessen in übergeordnete ITSM/ISM-Prozessen im Unternehmen beizutragen.

Gerade SW-Unternehmen haben nach meiner Erfahrung immer wieder große Schwierigkeiten damit, die Prozess-Welt des ITSM und typische Projekt-Steuerungsprozesse vernünftig gegeneinander abzugrenzen. Hierbei ist ferner das spätere IT-Betriebsumfeld beim Endkunden im Auge zu behalten. Ein guter Projektmanager wird von vornherein gezielt Brücken schlagen, wo es zum gegenseitigen Nutzen für die Projekte und die spätere ITSM-Umgebung der Produkte sinnvoll und notwendig ist. Die Ergebnisse und Produkte von IT-Projekten müssen ja schließlich in das interne oder nach außen gerichtete Service-Management desjenigen Unternehmens, das die Produkte einsetzen will, überführt werden.

Starke Bezüge lassen sich sich bereits zwischen projektinternen Prozessen zum Error-/Problem-Management wie Change-Management und korrespondierenden Prozessen des Incident/Problem-Management im ITSM herstellen. Noch wesentlich wichtiger ist ein zusammenhängendes konsistentes Configuration- und Releasemanagement - sowohl aus ITSM-Sicht wie eben auch aus Projektsicht.

Das ist bereits bei klassischen Projekten so; bei einer Ausbreitung agiler Vorgehensweisen in Unternehmen wird eine Klärung des Verhältnisses zwischen IT-Governance, IT-Service-Management einerseits und agilen Projekten anderseits immer wichtiger. Besondere Bedeutung kommt dann einer konsolidierenden Release-Planung, einem integrierten Change-Management und einem systematischen Configuration-Management zu. Leider gilt es hier oft genug, ungerechtfertigte "ideologische" Grenzen im Denken der Beteiligten zu überwinden.

Öffentlicher Dienst und E-Government

Es zwei Bereiche, wo alle genannten Punkte in einer schwierigen Gemengelage zusammenkommen: Das ist die IT des öffentlichen Dienstes und im Besonderen das "elektronische Government" [E-Government]. Auch hier habe ich ein paar Jahre mit Erfahrungen auf dem Buckel, die sich gerade von Anbietern für den öffentlichen Dienst gut nutzen lassen sollten.

Der öffentliche Dienst ist bzgl. der Durchführung von Projekten und zugehöriger Ausschreibungen sehr stark durch die Vorgaben des "V-Modell XT" geprägt. Hier wird von Auftraggebern und Auftragnehmern oft unterschätzt, dass im Vorspann zur letzten offiziellen Version dieses Vorgehensmodells eine weitgehende Kompatibilität mit agilen Verfahren konstatiert wird - explizit wird dabei SCRUM genannt. Hier verstärkt zur Klärung offener Fragen beizutragen, ist mir ein wesentliches Anliegen.

Und was hat das alles nun mit Linux zu tun?

Ich habe mich in meinem Leben also schon auf ganz unterschiedlichen IT-Schlachtfeldern getummelt. In jedem Fall fühle ich mich einer neutralen, objektiven und auch nachhaltigen Beratung verpflichtet, die auf beleg- und prüfbaren Argumenten beruht - auch wenn die Ergebnisse meiner Analysen inhaltlich nicht immer 1:1 der ursprünglichen Einschätzung des Auftraggebers entsprechen sollten.

Es gibt allerdings auch eine ausgeprägte technisch orientierte Seite von mir, die sich neben dem konsequenten Einsatz von Linux-Systemen in meiner kleinen Firma u.a. in immer mal wiederkehrenden SW-Entwicklungstätigkeiten im PHP/LAMP-Umfeld ausdrückt. Obwohl viele Kolleginnen und Kollegen aus dem Beratungsumfeld das als "Abweichung von meinen Kernkompetenzen" kritisieren, pflege ich diese Seite durchaus bewusst. Warum erläutere ich auf einer separaten Seite dieses Blogs.