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Archiv der Kategorie LibreOffice, OpenOffice
Spellchecking, KDE 4, OO 3, Thunderbird
16.5.2010 von rmo.
Wieder mal ein Beitrag aus dem bunten Linux-Alltag. Diesmal zum Thema Wörterbücher. Auch hier nimmt die Vielfalt und damit die Verwirrung des Anwenders zu, wie ich heute wieder erfahren durfte.
Das Vielfalts-Problem
Meine liebe Anne ist Norwegerin und benutzt ein Opensuse Linux mit deutschem KDE 4. Nun steht sie natürlicherweise immer mal wieder vor folgenden Aufgaben
- Verfassen von E-Mails auf Norwegisch mit Thunderbird
- Verfassen von E-Mails auf Norwegisch auch mal mit Kmail
- Verfassen von norwegischen Texten mit Openoffice
In all diesen Fällen möchte sie natürlich gerne eine Prüfung der Rechtschreibung der Wörter in norwegischer Sprache vornehmen lassen, um Tippfehler schnell korrigieren zu können.
Leider ist es nun nicht so, dass für diese Aufgabe unter Linux/KDE ein einheitlicher Spell-Checking-Mechanismus herangezogen würde, der sich auch einheitlich bedienen ließe. Und deswegen lief bei der guten Anne heute das Linux-Frustrations-Fass mal wieder über - mit der unmissverständlichen Aufforderung, ihr gefälligst ein brauchbares Arbeitsgerät bereitzustellen.
Tatsächlich muss man feststellen, dass in puncto “spell checking” zur Verzweiflung des Anwenders eine Vielfalt blüht, die nicht nur applikations- sondern auch noch versionsabhängig ist. Und in den von meiner Frau benutzten Anwendungen muss man doch recht spezielle Schritte unternehmen, um zum Erfolg zu kommen.
So wurde bei Openoffice mit dem Übergang von OO 2.4 auf OO 3.0 von “myspell” auf “hunspell” gewechselt. Gleichzeitig kam für den Anwender (oder den Admin) die Notwendigkeit, “add-ons” installieren zu müssen. So mancher Admin, der sich nicht um individuelle EInstellungen kümmern mochte, vergaß allerdings, seine Kollegen/innen auf diesen Umstand hinzuweisen.
Ähnliches gilt für Thunderbird und Firefox; auch hier wurde mit der Version 3 auf “hunspell” gewechselt. Blöd nur, dass einige der für Firefox und Thunderbird bereits etablierten “add on” Wörterbucher - leider auch die norwegischen - wegen Kleinigkeiten eine ganze Weile lang nicht mehr mit Firefox Version 3.6 und Thunderbird Version 3.x kompatibel waren.
KDE 4 setzt dagegen auf die GNU “aspell”-engine, die “ispell” ablöste und mit UTF-8 umgehen kann. Hier müssen die notwendigen Basis-Einstellungen für eine Reihe von KDE-Applikationen nicht in den Applikationen selbst, sondern in den KDE-Systemeinstellungen vorgenommen werden.
Was also muss man unter Opensuse 11.2 und KDE 4.4.3 für die oben genannten Anwendungen genau tun, um z.B. ein norwegisches Spell Checking hinzubekommen?
Maßnahmen für KDE und damit auch für Kontact/Kmail
Man installiere (z.B. über Yast) zunächst die erforderlichen “aspell”-Sprach-Pakete (myspell-Pakete nutzen hier nix!). Im Fall von Norwegisch sind das die Pakete “aspell-nb” (bokmaal) und “aspell-nn” (nynorsk). Danach kann man unter KDE4 über die Systemeinstellungen
“Systemeinstellungen >> Land/Region und Sprache >> Rechtschreibprüfung”
kontrollieren, dass die Korrekturmöglichkeiten für die neuen Sprachen zur Verfügung stehen. Die “automatische Prüfung” aktiviert man über die entsprechende Checkbox. Einzelne KDE-Applikationen haben aber wieder eigene Schalter, die die Aktivierung oder Deaktivierung einer automatischen Rechtschreib-Prüfung während der Texteingabe steuern.

Als Standardsprache haben wir in unserem Fall “Deutsch” als Einstellung belassen. (Wenn man aber eher Texte in einer anderen Sprache verfasst, lohnt sich ggf. eine andere Einstellung.)
Unter Kmail setzt man das Spell Checking für Norwegisch dann nach dem Öffnen des Mail-Editors für eine neue E-Mail wie folgt ein:
Erst einmal die “automatische Rechtschreibprüfung” über den Menüpunkt “Optionen >> automatische Rechtschreibprüfung” deaktivieren, um bei der Eingabe des norwegischen Textes nicht von vornherein durch irritierende rote Linien gestört zu werden. Danach die ersten Zeilen schreiben. Dann “Extras >> Rechtschreibung” wählen. In der Dialogbox die richtige norwegische Sprache auswählen und nach Bedarf korrigieren. Danach kann man übrigens die “Automatische Korrektur” auch wieder anschalten. Der Spell Checker merkt sich diese Einstellung für die aktuelle Mail.
Es gibt jedoch ein vereinfachtes Vorgehen: Im Kopf der zu verfassenden Mails kann man sich eine Combox anzeigen lassen, die einem eine Combox “Wörterbuch” zur Sprachauswahl für die zu erstellende Mail anbietet. Diese Anzeige steuert man im E-Mail-Editor über den Menüpunkt “Ansicht” und die dort verfügbaren Optionen.

Das vereinfacht den Einsatz des Spell Checkings pro Mail natürlich kolossal: Im Gegensatz zum oben beschriebenen “Umweg” über die Menüpunkte legt man die für die neue E-Mail geltende Sprache gleich nach dem Öffnen des Mail-Editors fest. Die automatische Korrektur kann dann immer aktiviert bleiben.

Die Combobox ist vor allem dann wirklich sehr nützlich, wenn man abwechselnd Mails in unterschiedlichen Sprachen erstellt und dabei fortlaufend den Spell Checker einsetzen will.
Maßnahmen für Openoffice (OO) 3.x
Zunächst prüft man mit Hilfe des Paketmanagers seines Vertrauens, dass “hunspell” installiert ist. Bei dieser Gelegenheit das Paket für den Openoffice-Thesaurus für “Norwegeisch-Bokmaal” installieren (Paket “OpenOffice_org-thesaurus-nb”), falls das Paket angeboten wird.
Danach ein aktuelles “Add-on” für die norwegische Sprache aus dem Fundus der OO 3 Extensions installieren. Fündig wird man auf der Webseite
http://extensions.services.openoffice.org/en/dictionaries
Von dort lädt man für das Norwegische das oxt-File
“dictionary-no-NO-1.0.oxt”
herunter und installiert es in OO 3.0 über den Menüpunkt “Extras >> Extension Manager”. Danach OO neu starten. (oxt steht für Openoffice extension).
Die Rechtschreibungprüfung steht unter OO 3 ggf. bereits über ein Symbol in der Haupt-Toolbar-Leiste zur Verfügung. Wenn nicht kann man sich die Leiste um das entsprechende Icon erweitern. Ansonsten benutzt man “F7″ und/oder die Sub-Menüpunkte unter dem Menüpunt “Extras” :
“Rechtschreibung und Grammatik, Sprache, Language Tool”
Im Dialogfenster zur “Rechtschreibung und Grammatik” kann man schließlich die Sprache für die Analyse des Dokumentes oder eines markierten Abschnittes auswählen. In unserem Fall stehen nach Installation des oben genannten oxt-Files die zwei norwegischen Sprachen “bokmaal” und “nynorsk” zur verfügung. Die Anwendung der Rechtschreibhilfe im Rahmen des Dialog ist intuitiv möglich. Auch die (begrenzte) Prüfung der Grammatik kann man aktivieren.
Für das Anschalten einer automatischen Prüfung ist ein Punkt unter “Optionen” im Dialog-Fenster zuständig. (Oder alternativ ein Icon in der Toolbar).
Erstellt man Dokumente mit Abschnitten, die in unterschiedlichen Sprachen verfasst sind, legt man die Sprache pro Abschnitt über den Menüpunkt
“Extras >> Sprache >> Für den Absatz ”
fest. Das ist aus meiner Sicht eine wirklich nützliche Funktion! OO merkt sich die Sprach- und damit auch die einzusetzenden Prüf-/Korrektur-Module für die jeweilige Sprache abschnittsweise.
Natürlich kann man aber auch die Sprache für das gesamte Dokument festlegen. Diese Einstellung oder noch globalere sind auch über
“Extras >> Optionen >> Spracheinstellungen >> Sprachen ”
und
“Extras >> Optionen >> Spracheinstellungen >> Linguistik”
möglich. Der letztere Menüpunkt gibt zudem einen interessanten Einblick in die verwendeten Sprach- und Hyphenation-Module - es lohnt sich, da mal reinzuschauen.
Maßnahmen für Thunderbird und Firefox 3.x
Der Entwickler Håvar Henriksen hat für Bokmaal und Nynorsk schon im Jahr 2008 geeignete Wörterbücher als Add-Ons zu den Mozilla-Applikationen zur Verfügung gestellt. Leider liefen diese eine Weile nicht mit den neuesten Versionen von FF und Thunderbird zusammen. In der aktuellen Form der Bereitstellung gibt es aber keine Probleme mehr. Die folgenden Schritte sind praktisch identisch für FF und Thunderbird:
Zunächst den Menüpunkt “Extras >> Add-ons ” anklicken.
Im sich öffnenden Dialog den Menüpunkt “Alle Add-ons ansehen” wählen . Auf der sich öffnenden Webseite in der rechten oberen Combobox den Punkt “Wörterbücher” für die Suche auswählen. Dann die Suche starten und in der Liste blättern. Ca. auf Seite 3 findet man dann die “Norsk Bokmaal ordliste”. Das entsprechende xpi-File
“norsk_bokm__l_ordliste-2.0.10.0-fx+tb+sm.xpi”
lädt man sich am besten auf seinen Rechner herunter (für den Fall späterer Neuinstallationen).
Danach wechselt man wieder zum immer noch offenen “Add-On”-Dialog-Fenster der Mozilla-Applikation (das Fenster hatte man mit “Extras >> Add-ons” geöffnet). Dort findet man links unten einen Button “Installieren …”, den man anklickt. Der Rest der Installation wird über Dialogboxen geführt; man sucht die eben heruntergeladene Datei und startet den Installationsvorgang.
In Thunderbird 3..0.2 bedient man sich des installierten Wörterbuchs nun über einen entsprechenden Punkt in der Toolbar. Hier verbirgt sich rechts neben dem Schalter übrigens (ähnlich wie bei Kmail) auch eine Combobox; diese erlaubt einem, das einzusetzende Wörterbuch für die jeweilige Sprache auf einfache Weise auszuwählen.
Ansonsten kommt man auch über den in diesem Zshg. missverständlich lautenden Menüpunkt “Einstellungen” zum Ziel. Dort findet man den Submenü-Punkt “Rechtschreibprüfung”, den man anklickt. Die sich öffnende Dialogbox ist einfach zu bedienen. Eine automatische Prüfung während der Texteingabe aktiviert man in Thunderbird über “Einstellungen >> Sofort-Rechtschreibprüfung”.
Fazit
Das Einstellen der Rechtschreibprüfung auf der Basis passender Wörterbücher zeichnet sich unter Linux noch durch eine wenig anwenderfreundliche Heterogenität aus, ist aber durchaus möglich. Selbst meien Anne war nach getaner Arbeit zufrieden.
In diesem Sinne wünsche ich den Linux-Usern also viel Spass in Zukunft beim Einsatz des “Spell Checkings” für unterschiedliche Sprachen unter KDE, Kontact/Kmail, Openoffice und Firefox/Thunderbird !
Von den Entwicklern wünsche ich mir dagegen eine Strategie zur Vereinigung der “Spell Checking”-Verfahren.
Anhang 1 - Tastaturlayouts nicht vergessen!
Unter KDE ist es natürlich flankierend wichtig, Tastatur-Layouts einzurichten. Das Norwegische kennt wie vele andere Sprachen auch Sonderzeichen, die auf bestimmte Tasten gelegt sind. Die Anne will beim Tippen in norwegischer Sprache natürlich so arbeiten wie auf einer norwegischen Tastatur.
Zu den Tastatur-Layout-Einstellungen gelangt amn unter KDE 4 über die “Systemeinstellungen >> Land/Region und Sprache >> Tastaturlayout”. Im Dialogfenster aktiviert man die gewünschten Tastaturbelegungen für unterschiedliche Sprachen und das Anzeigesymbol in der KDE Kontroll-Leiste. Da Leute wie die Anne mit unterschiedlichen Anwendungen in unterschiedlichen Sprachen arbeiten, habe ich ihr unter dem Reiter “Umschalt-Einstellungen” das Umschaltverfahren auf die jeweilige “Anwendung” bezogen eingestellt - statt der Einstellung “Global”, die die Sprache für die gesamte Oberfläche und alle Anwendungen umschaltet.
Anhang 2 - KDE-Koffice-Frust
In den aktuellen Koffice2-Programmen funktioniert das Spell Checking unter Opensuse 11.2 und KDE 4.4 überhaupt nicht.
Aber das ist eh’ egal, weil die Koffice-Entwickler nicht willens sind oder zu wenig Ressourcen haben, um das grauenvolle Font-Rendering unter Koffice 2 abzustellen. Die wiederholten Hinweise im Web, doch für KOffice2 bitte das Subpixel-Hinting bei der Font-Glättung abzustellen, ist einfach indiskutabel. Hier wedelt aus Anwendersicht der Schwanz mit dem Hund. KOffice2 soll sich bitte in KDE einfügen und seinen Einsatz nicht von einer Maßnahme abhängig machen, die zur Verschlechterung der Schriftendarstellung auf der gesamten Oberfläche führen würde. Tja, der User hat’s mit einigen KDE-Entwicklern nicht immer leicht. Sorry ….
Links
http://en.wikipedia.org/wiki/MySpell
http://en.wikipedia.org/wiki/Hunspell
http://en.wikipedia.org/wiki/GNU_Aspell
Geschrieben in LibreOffice, OpenOffice, KDE, Kontact - Kmail, Erfahrungsberichte | Keine Kommentare »
Ärger beim Wechsel von OO 2.4 zu OO 3
6.8.2009 von rmo.
Nachfolgend die Beschreibung einiger Nicklichkeiten, die mir heute an produktiven Arbeitsplätzen auffielen, bei denen gerade von Openoffice 2.4 auf Openoffice 3.0.1 bzw. 3.1.0.6 gewechselt worden war:
Impress 3.0.1 und Einzüge der Gliederungspunkte
Hatte man sich im Master einer OO 2.4 odp-Datei die Bullets und die Einzüge der verschiedenen Gliederungsebenen mühsam über die Formatierung der “Nummerierung und Aufzählungszeichen” hingebastelt, so freut man sich natürlich, wenn man das Dokument unter OO 3.0.1 öffnet und die Gliederungspunkte seiner Präsentationsseiten an den alten Stellen vorfindet. Die Freude wird jedoch schlagartig getrübt, wenn man dann in einer solchen Liste von Gliederungspunkten einen neuen Punkt einfügen will, ihn mit der Tab-Taste auf die richtige Ebene bringt und der neue Punkt plötzlich nach rechts oder links verschoben auftaucht, während alle alten Punkte auf der Zielebene da verharren, wo sie waren.
Als Ursache entpuppt sich nach ein wenig Spielerei eine Korrektur des Berechnungsverfahrens für die Einzüge in Kombination mit evtl. Einzugsvorgaben in den Formatvorlagen für die Gliederungsebenen “Gliederung 1, Gleiderung 2, … ” : Hatte man in OO 2.4 in der Formatbeschreibung der “Gliederung x” einen Einzug definiert und gleichzeitig eine Positionierung der Bullets und Texte über die “Nummerierung” vorgenommen, so zog der durch die “Nummerierung” vorgegebene Einzug. Der Einzug der Formatvorlage “Gliederung x” blieb unwirksam.
In OO 3 wird dagegen der Gesamteinzug (richtigerweise) so berechnet, dass der Absatzeinzug zunächst über die Vorgabe für die “Gliederung x” vorgegeben wird. Additiv hinzu kommt dann der über die Nummerierungsformatierung definierte Einzug. Hatte man also im OO 2.4 odp-Dokument Einzüge für die Gliederungs-Formatvorlagen definiert, so werden diese Einzüge für neu angelegte Gliederungspunkte unter OO 3.0.1 plötzlich wirksam. Das Peinliche an der Sache ist das, dass man es sich bei der Übernahme der 2.4 Objekte zu einfach gemacht hat: Dort bleibt nämlich zunächst alles beim alten. Nur jeder neu (!) angelegte Gliederungspunkt verrutscht. Für den Anwender ist dies zunächst ein völlig undurchschaubares Verhalten.
Das Ganze funktioniert nach dem Muster: Wir haben die Berechnung der Einzüge verändert. Damit die Anwender beim Öffnen von Dokumenten aus früheren OO-Versionen nicht gleich erschrecken, lassen wir die Positionierung der alten Gliederungspunkte trotz neuer Berechnungsvorschrift unverändert. Die neue Positionsberechnung wenden wir nur auf neue Punkte an.
Dies ist ein Beispiel dafür, wie man durch Behebung eines Fehlers und gleichzeitige inkonsequente Übertragung der Berechnungsvorschriften auf alte Dokumente-Einträge den unbedarften Anwender vorübergehend in den Wahnsinn treiben kann.
Um die aus dem 2.4-er-Stand übernommen Gliederungspunkte mit den neuen Gliederungspunkten bzgl. des Einzugs gleichzuschalten, kann man übrigens die Einzugsdefinitionen für die Formatvorlagen “Gliederung x” in einem betroffenen Dokument komplett auf 0 stellen.
Impress 3.x und die Position von Tabulatoren
Hat man das Lineal eingeblendet und fügt einem Gliederungsabsatz einen Tabulator hinzu und schiebt diesen dann im Linealbereich per Maus auf die Position 22.0 cm, so würde man als naiver Anwender erwarten, dass ein Öffnen der Maske zum Editieren der Tabulatoreigenschaften des Absatzes einem dann eine Position von “22.0 cm” anzeigt. Dies ist jedoch nicht der Fall: Je nach Einzugsdefinition der Formatvorlage “Gliederung x” wird ein anderer Wert angezeigt. Nur die Addition des Absatzeinzugs mit der Tabulatorposition ergibt die graphisch vorgegebene Wunschposition 22.0 cm. Die Tabulatorposition ist also relativ zum Einzug zu verstehen.
Wäre man umgekehrt von vornherein über die Eingabemaske für Tabuatoreigenschaften vorgegangen und hätte dort die Tabulatorposition auf 22.0cm vorgegeben, so hätte man sich gewundert, warum der Tabulator im graphischen Lineal nicht bei 22.0 cm steht. Hier vermisse ich einen kleinen entsprechenden Hinweis für den User in der Maske zur Tabulatorpflege.
Ausbleibender Screenupdate beim Löschen eingefügter Zeilen mit Formeln in Calc 3.0.1
Man füge 2 Zeilen in ein OO 3.0.1 ods-Tabellendokument ein - mit folgenden Eigenschaften:
Zeile 1: Spalte A: Beliebiger Text / Spalte C: Zahlenwert 50 / Spalte D: Zahlenwert 1 / Spalte F : Funktion WENN(D1=1;C1;0)
Zeile 2: Spalte A: Beliebiger Text / Spalte C: Zahlenwert 80 / Spalte D: Zahlenwert 0 / Spalte F : Funktion WENN(D2=1;C2;0)
Nun füge man eine leere Zeile zwischen diesen beiden Zeilen ein. Im nächsten Schritt versuche man, die eben eingefügte Zeile zu löschen (per Kontextmenü). Auf dem PC, auf dem ich heute gearbeitet habe, verschwand dann das Kontextmenü nur teilweise und die zu löschende Zeile blieb stehen. Erst ein über andere Aktionen erzwungener Screenupdate (z.B. durch ein kurzes Scrollen mit der Maus) führte zum gewünschten Ergebnis in der Tabellenansicht. Wehe dem User, der den Screenupdate nicht erzwingt und in die verbleibene (optisch) nicht gelöschte Zeile etwas reinschreibt. Beim nächsten Screenupdate verschwindet dann die gelöschte Zeile doch und die Änderung hat sich leider 1 Zeile tiefer ausgewirkt.
Das Problem taucht nicht auf, wenn man keine Formeln in den Zellen der Zeile hat. Naiv würde ich mal vermuten, dass die Ursache eines solchen Bugs darin liegt, dass man in einem Modell-View-Kontext vergessen hat, nach dem Updaten aller Formelergebnisse im Modell-Bereich auch den View wieder upzudaten.
Der Fehler taucht in aktuelleren Versionen von Calc nicht mehr auf. Dennoch war er in der produktiven Umgebung , in der ich heute arbeiten musste, fast ein Show-Stopper.
Probleme beim Öffnen von doc-Dokumenten in OO 3.1.0.6, die mit Writer 2.4 erzeugt wurden
Meine Frau und ich müssen ab und zu mit doc-Dokumenten umgehen oder solche ausliefern. Das machen wir natürlich - soweit möglich - mit OO. Blöd nur, wenn man ein Dokument mit wichtigen Tabellen, das man mit Writer 2.4 erzeugt und ins “doc”-Format umgewandelt hatte, nun mit Writer 3.1.0.6 öffnet und die Tabellen nicht mehr sieht. Noch blöder, wenn die Tabellen Basisdaten für eine Rechnung enthalten haben und der Kunde bestimmte Rechnungspositionen gerade jetzt am Telefon diskutieren will. Peinlich auch, dass die “doc”-Datei mit Writer und nicht mit MS Word erzeugt worden war. Ursache des Fehlers ist wie so oft eine Änderung in der Berechnung der Tabellenposition - besonders hart trifft der Bug Tabellen, die im Originaldokument etwas über den Rand des allgemeinen Textbereichs hinaus verschoben positioniert waren.
Wenn man ins Detail gehen wollte, könnte man an dieser Stelle noch eine Seite lang über wechselnde Positionen von Absätzen, Tabellen und Tabelleninhalten je nach 3.x-Version von OO berichten. Dafür bin ich heute aber zu müde.
Fazit: Eine bessere QS würde dem OO-Projekt gut tun
Liebes OO-Entwicklungs- und Release-Team! Bitte verbessert eure QS! In produktiven Umgebungen müssen sonst nämlich der Admin oder im schlimmeren Fall die Anwender Beta-Tester für neue OO-Versionen spielen. Das erinnert an MS, kostet einfach zu viele Nerven und verbessert den Ruf von OO überhaupt nicht. Es passt auch nicht zu den vollmundigen “latest und greatest” -Beschreibungen von neuen OO-Releases, die man auf der OO-Website lesen muss.
Ich kann jedem Admin nur raten, sich ein paar Werkstudenten zu holen und jede neue OO-Version gründlich und ausführlich zu testen, bevor er sie produktiv schaltet. Dabei lohnen sich besonders Tests älterer Dateien und der Blick auf die Formatierung der dortigen Inhalte wie auch Tests von Dokumenten, die mit älteren OO-Version in MS-Formate umgewandelt wurden und nun mit einer neuen OO-Version geöffnet werden.
Einstweilen warten wir bei anracon auf die Version 3.1.1 !
Geschrieben in LibreOffice, OpenOffice, Erfahrungsberichte | 4 Kommentare »
Openoffice 3.0 unter MS Win mit Samba-Zugriff
23.10.2008 von rmo.
Am 21.10.2008 habe ich in diesem Blog einen Fehler von OO 2.4 für MS Win beschrieben. Dabei ging es um erhebliche Verzögerungen beim Speichern von Dateien, welche auf Samba-Servern lagen und auf die direkt mit Openoffice zugegriffen wurde (also über die Windows-Netzwerkumgebung).
Inzwischen habe ich auf dem Windows Client OpenOffice in der Version 3.0 installiert. Der früher beschriebene Fehler tritt in dieser Version nicht mehr auf! Gut so!
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