dm-crypt/Luks – Begriffe, Funktionsweise und die Rolle des Hash-Verfahrens – I

Die DSGVO zwingt Freelancer, sich stärker als zuvor mit der Sicherung von Daten, die im Rahmen von Kundenprojekten auf eigenen Systemen anfallen, zu befassen. Das beinhaltet dann u.a. Sicherungsmaßnahmen für den Verlust/Diebstahl von Laptops. Unter anderen Vorzeichen gilt das Gleiche übrigens auch für Server und PCs eines Home-Office. Man wird dann zum Schluss kommen, dass man eine Teil- oder Vollverschlüsselung seines Storage-Unterbaus vornehmen muss. Unter Linux liegt es nahe, dafür das Duo dm-crypt/LUKS einzusetzen. Recherchiert man im Internet zu diesem Toolset, so stößt man immer wieder auf Fragen zu grundsätzlichen Verfahren, die zum Einsatz gebracht werden. Leider sind die Antworten aus meine Sicht nicht immer so klar, wie man sich das wünschen würde. Gräbt man tiefer, landet man schnell bei relativ komplexen Darstellungen.

Im Rahmen von LUKS kommen u.a. auch Passphrase-Hashes zum Einsatz. Ich selbst bin anfänglich u.a. darüber gestolpert, dass dafür (angeblich) SHA1 herangezogen wird. Bei "SHA1" läuten automatisch ein paar Alarmglocken. Jemand, der mal mit "JtR" oder "hashcat" gearbeitet hat, wird ggf. auch beunruhigt durch Artikel wie
https://articles.forensicfocus.com/2018/02/22/bruteforcing-linux-full-disk-encryption-luks-with-hashcat/
https://dfir.science/2014/08/how-to-brute-forcing-password-cracking.html

Sind diese Sorgen berechtigt? Nein, ein wenig mehr Beschäftigung mit dem LUKS-Verfahren relativiert solche Ängste beträchtlich. Aus Diskussionen weiß, dass das Thema auch andere Linux-Freunde interessiert. Ich möchte in diesem Beitrag deshalb auf einige wichtige Ingredienzen und grundlegende Verfahren von LUKS eingehen - so wie ich sie sehe. Als Beleg werde ich Links zu weiterführender Literatur angeben und auch ein paar kompakte Zitate zu LUKS-internen Verfahrensschritten. Erst auf dieser Grundlage lässt sich dann der Einsatz von Hash-Verfahren vernünftig diskutieren.

Die praktische Anwendung und konkrete dm-crypt/LUKS-Kommandos für die (Voll-) Verschlüsselung eines Laptops behandle ich in einer späteren Serie von Posts.

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