Libreoffice 6.0 unter Opensuse Leap 15 KDE/ Plasma – GTK3-Stil „Breeze“ macht Probleme

LO ist eine GTK-Anwendung und nutzt in der Version 6.x GTK3. Wie ich kürzlich beschrieben habe, wollte ich u.a. Breeze als GTK3-Stil für GTK-Anwendungen unter Opensuse Leap 15.0 mit KDE/Plasma nutzen. Ursprünglicher Grund war die Suche einer verbesserten, kontrastreichen Darstellung von SWT-Bedienelementen unter Eclipse Photon mit Dark Scheme.

Leider musste ich heute feststellen, dass - zumindest bei mir - der Einsatz von Breeze als GTK3 Style mit der aktuelle Version 6.1.1 von LO zu Problemen führt: Der Scrollbar funktioniert nicht oder nicht immer zuverlässig. Keine Ahnung, was Ursache dieses Breeze-spezifischen Problems ist.

Wer also ein funktionierendes LO 6.1.1 unter KDE/Plasma haben will, sollte also z.B. auf "Adwaita" oder "Ambience" als GTK3-Style ausweichen. Beide Styles funktionieren im Gegensatz zu "Default" auch sehr gut mit dem Dark Scheme Eclipse Photon.

Opensuse Leap 42.1- grafischer Login als root

Opensuse setzt wie andere Distributionen aus Sicherheitsgründen darauf, dass "root" möglichst nicht unter dem X-Window-System arbeiten soll. Das ist natürlich sehr vernünftig - blockiert aber ggf. Anfänger bei der notwendigen Durchführung elementarer Aufgaben.

Hinzu kommen manchmal banale Dinge - wie etwa aktuelle KDE Fehler. So erscheinen z.Z. im aktuellen KDE 5 Desktop von Leap 42.1 diverse GTK-Applikationen, die man als User root von einem Terminalfenster aus startet, mit deutlich kleineren Standardfonts als der Fontgröße, die die man für die eigene User-Oberfläche (und QT-Anwendungen) aber auch für GTK-Styles und GTK-Anwendungen eingestellt hat.

Das gilt für YaST, die "systemsettings5" aber z.B. auch für das VMware User-Interface. Startet man YaST2 als normaler User etwa über

/usr/bin/xdg-su -c /sbin/yast2

so werden die Fonts in der erwarteten, voreingestellten Größe dargestellt. Loggt man sich dagegen als root auf einem Terminalfenster ein und startet dort am Prompt "yast2 &", so erscheinen die Fonts wesentlich kleiner (und pixeliger). Die fehlerhafte Anzeige passiert auch, wenn man als User root die (root-eigenen) Fonts und GTK-Stile über die "Systemeinstellungen" bereits geändert hat. Das alles war beim KDE 4.14 unter Opensuse 13.2 nicht der Fall.

Manche werden sagen: Na und? Antwort und Gegenfrage: Schon mal an einem hochauflösenden 4K-Schirm gearbeitet? Da werden zu kleine Font-Darstellungen in der Praxis total nervig.

Nicht jeder Anfänger beherrscht alternativ die Klaviatur von Systemkommandos am "bash"-Prompt. Zudem muss man die Namen und Pfade diverser ausführbarer Programme ggf. kennen oder ermitteln können, um die überhaupt aufrufen zu können. Und wenn dann noch eine fehlerhafte Darstellung kommt ...

Also ich habe im Umfeld des noch fehlerbehafteten KDE5 einiges Verständnis dafür, wenn jemand als root mal temporär unter der X-Window-Oberfläche arbeiten will.

Wie kann man sich als root unter Leap 42.1 Zugang zur grafischen Oberfläche verschaffen? Man wird schnell feststellen, dass der neue Breeze-Anmeldebildschirm einen Login als root (in seiner Standardeinstellung) nicht zulässt. Es gibt dann 3 Möglichkeiten:

Möglichkeit 1 - die harte Tour über startx:
Aus der grafischen Oberfläche ausloggen => Wechsel zur Konsole mit "Ctrl-Alt-F1" => als root einloggen => "init 3" absetzen (ggf. nochmal Ctrl-Alt-F1, falls man nicht wieder am Prompt landet) => "startx"

Möglichkeit 2 - Andere Einstellung des Breeze Anmelde-Bildschirms:
Startmenü => Einstellungen => Systemeinstellungen => "Starten und Beenden" => Anmeldebildschirm (SDDM) => Erweitert => Feld "Minimale UID auf den Wert "0" (ohne Anführungszeichen) setzen.

Möglichkeit 3 - Wahl eines anderen geeigneten Designs des Anmeldebildschirms:
So lässt etwa "Maldives" ein Login als root zu.

Dennoch gilt natürlich: Als User root so viele Aufgaben wie möglich direkt in einem Terminal und auf der Kommandozeile erledigen.